Herr Kunert, wer trägt den Gürtel falsch?




eine Nachbetrachtung zur Wahl des Bürgermeisters in Querfurt

Herr Kunert, wer trägt den Gürtel falsch?

Beitragvon stadtrat.ho » Do 20. Mär 2008, 14:36

In seinem Dank nach der Wahl hat der wiedergewählte Bürgermeister, Herr Peter Kunert (FDP), der CDU einen Wahlkampf unter der Gürtellinie vorgeworfen. :shock:

Interessanterweise hat er aber den Sitz der Gürtellinie verwechselt, denn sein Wahlkampf und die öffentlichen Äußerungen seiner Mitstreiter waren tiefer angelegt als unter der Gürtellinie, es war unter den Fußsohlen zu finden. :(
Um die geneigten Leser näher zu informieren wird freundlicherweise auf die Website der CDU Querfurt mit folgendem Link verwiesen: http://www.cduquerfurt.de/gesamt.html.
Der Text des Eintrags sollte aber auch hier nachzulesen sein, weshalb er hier in Kopie dargestellt wird:

Bürgermeisterwahl 2008 in Querfurt und seinen Ortsteilen

Die Bürgermeisterwahl ist Geschichte. Trotzdem ist sie einer Nachbetrachtung wert.

Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes hatte ohne Gegenstimmen Herrn Dr. Egon Hohenberger zum Kandidaten der CDU gewählt. Das war eine mutige und wie das Wahlergebnis beweist, eine richtige Entscheidung.

Sie wurde nicht überall mit Wohlwollen aufgenommen, erst recht nicht beim Amtsinhaber Herrn Peter Kunert. Aber durch die Kandidatur von Dr. Hohenberger verdiente das Ereignis am 24. Februar überhaupt erst die Bezeichnung Wahl und war nicht nur eine Bestätigung des Amtsinhabers, wie wir es von früher kennen. Allein die Tatsache einen Gegenkandidaten zu haben, hat offensichtlich sein selbstherrliches Ego stark beeinträchtigt. Statt angesichts seines Wahlsieges staatsmännisches Verhalten zu zeigen, bezichtigt Herr Kunert in einer Anzeige im „Heimat-Journal“ (29.02.2008) die CDU eines “unsachlichen, unter die Gürtellinie gezielten Wahlkampfes“ und verfällt damit in eine Ausdrucksweise, die wir schon von einem Offenen Brief des Großkaliber Schützenvereins Querfurt e.V. (Heimat-Journal vom 15.02.2008) her kennen. In einem Wahlkampf werden nun einmal Argumente ausgetauscht. Dabei hat der CDU-Stadtverband gerade auf Sachlichkeit großen Wert gelegt.

22 % Wählerstimmen „aus dem Stand“ für Dr. Hohenberger können sich sehen lassen und sind ein Beweis dafür, dass die Herrschaft von Herrn Kunert keinesfalls unumstritten ist. Statt der angestrebten 100 % musste er herbe Stimmenverluste hinnehmen. Er muss sich sagen lassen, dass jeder fünfte, ja fast jeder vierte Querfurter der zur Wahl gegangen ist, mit seiner Amtsführung nicht einverstanden ist und eben nicht für „Weiter so“ gestimmt hat. Sie wollten Veränderungen im Rathaus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es ein Neueinsteiger, wie Dr. Hohenberger, immer schwerer hat, seine Botschaften den Wählern nahe zu bringen.

Der Amtsinhaber konnte auf angebliche Erfolge verweisen, die aber beim genaueren Hinterfragen gar nicht seine Erfolge sind, wie z.B. der Bau der Umgehungsstraße, Ausbau des Krankenhauses oder Erhalt des Gymnasiums. Das haben CDU-Politiker aller Ebenen bewirkt. In 17 Jahren Amtszeit konnte Herr Kunert ein Netzwerk von Abhängigkeiten flechten und durch Geschick sich die Huldigung von Vereinen und Verbänden sichern. Ein wirksames Instrument dazu ist auch der „Stadtanzeiger“, der im Volksmund als das Bilderbuch des Bürgermeisters belächelt wird.

Die CDU hat bewiesen, dass sie nicht zu Unrecht die stärkste Fraktion im Stadtrat stellt. Das Wahlergebnis ist uns Ermunterung, den Bürgern stärker als bisher CDU-Politik nahe zu bringen. Der CDU-Stadtverband dankt allen Wählern, die unserem Kandidaten ihre Stimme gegeben haben, recht herzlich. Sie sollen auch zukünftig nicht enttäuscht werden
Ehrlichkeit in der Politik: ich stehe dafür, gleichwohl ist sie selten und manchmal hinderlich.
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von Anzeige » Do 20. Mär 2008, 14:36

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Re: Herr Kunert, wer trägt den Gürtel falsch?

Beitragvon Der Demokrat » Do 18. Sep 2008, 16:04

Wahlkampf vs. Hetzkampagne?

Deutschland in den 30' Jahren. Deutsche kauft nicht bei *****. CDU 2008 .... :shock:

Wo bleibt die Programmatik? Alles was ich hier lese sind Hetzkampagnen, ohne Inhalte und dienen lediglich der persönlichen Profilierung, aber nicht dem Wohl unserer schönen Stadt. Es ist richtig, das man nicht alles mit tragen muss, was einem vorgesetzt wird, aber dann sollte man auch seinem politischem Gegner die Möglichkeit geben, eine Gegendarstellung zu machen. Anstatt den gepflegten Dialog zu suchen, werden Stimmungen erzeugt. Im Internet spricht man auch von einem Troll.

Ich wünschte mir es setzten sich alle Parteien an einem Tisch und versuchen das Optimale aus jedem Sachverhalt zu machen. Ich hätte sie durchaus als Bürgermeister wählen können, aber diese Umstände lassen sich einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Für mich sind solche Kampagnen einfach nur Amtsmißbrauch. Wer zahlt das wieder?
Vielleicht findet sich ja in Zukunft ein geeigneter Kandidat der CDU für unsere Stadt. Mit den richtigen Konzepten und Sachverstand, könnte ich diesen dann durchaus wählen. Echte Demokratie lebt von der Vielfalt der Meinungen, aber nicht in diesem Forum!

Ein erschütterter Bürger Querfurts
Der Demokrat
 

Re: Herr Kunert, wer trägt den Gürtel falsch?

Beitragvon Hohenberger » Fr 19. Sep 2008, 11:29

Sehr geehrter Herr "Der Demokrat",
sehr geehrter "erschütterter Bürger der Stadt Querfurt" :?:

es ist schade, dass ich das Gesagte nicht mit Ihnen persönlich diskutieren kann, weil Sie zwar "erschüttert" auf das hier Stehende reagieren, es aber vorziehen anonym zu bleiben. :oops:

Deshalb erlaube ich mir hier auf Ihre Zeilen zu antworten und ich lasse sie auch bewusst im Forum stehen, damit sich jeder ein Bild machen kann.
Das, was Sie mir hier vorwerfen zeigt, dass Sie während der Zeit des Wahlkampfes entweder die falschen Absender zu den gelesenen Texten hatten, oder aber das hinter dem was Sie hier sagen ganz gezielt die Wortwahl meines Mitbewerbes im Wahlkampf steht. :!:

Zu keinem Zeitpunkt habe ich persönlich, hat die CDU Querfurt, diffamierend und ehrverletzend oder gar mit unberechtigten persönlichen Angriffen im Wahlkampf agiert. Wir haben größten Wert auf sachliche Information gelegt und haben auch verdeutlicht, an welchen Stellen sich der Amtsinhaber entweder mit falschen Federn geschmückt hat oder die Unwahrheit bzw. für sich geschönte Halbwahrheit gersagt hat. Es ist wie immer im Leben: das Wahlergebnis hat gezeigt, dass die Menschen der Schönfärberei und der Halbwahrheit oder der Lüge mehr glauben schenken.

Herr Kunert ließ mich über seine Netzwerke, z.B. den Großkaliberschützenverein, öffentlich beleidigen und herabwürdigen, soweit das Demokratieverständnis hierzu.
Sie können sicher sein, dass ich zur nächsten Wahl nicht zur Verfügung stehe, mein Bedarf an demokratischem Wettstreit gegenüber solchen Demokraten, wie sie an der Spitze des Querfurter Rathauses stehen, ist absolut gedeckt.

Im Übrigen, wenn Sie sich schon als Demokraten bezeichnen, dann sollten Sie auch zur Kenntnis nehmen (und ich äußere mich dazu hier erstmals öffentlich), dass zwei Tage nach der Wahl im Februar mir im Zusammenhang mit der Wahl von meinem Arbeitgeber mitgeteilt wurde, dass man alle Möglichkeiten nutzen wird mich als Arbeitnehmer los zu werden.
Ich möchte hier die Fäden ins bzw. aus dem Querfurter Rathaus nicht kommentieren.

Aber solche persönlichen Schicksale für die Wahrnehmung eines in Deutschland angeblichen demokratischen Grundrechts interessieren Sie als "Demokraten" wohl eher nicht, wie Ihr vom Hass auf christdemokratische Inhalte geprägter Beitrag bereits schon in der Einleitung erkennen lässt, Ihr Vergleich der CDU mit der Nazidiktatur ist wohl noch weiter unter der Gürtellinie als das Wahlkampfverhalten des Querfurter Bürgermeisters anzusiedeln, insofern verstehe ich scho, dass Sie Ihre hasserfüllten Worte anonym veröffentlichen und damit bekunden, dass Sie nicht soviel Ehre haben auch dazu zu stehen!
Das wiederum unterscheidet uns, und darauf bin ich auch stolz, dass ich zu meiner Meinung stehen kann und es auch praktiziere.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Erfahrungen nicht machen müssen, wie ich sie im demokratischen Deutschland, in Querfurt, als demokratischer Mitbewerber um das Amt des Bürgermeisters machen musste!
Hohenberger
 


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